Energie

Drei Heizkraftwerke mit kombiniertem Gas- und Dampfkreislauf

Bereits 1989 investierte die Papier- und Kartonfabrik Varel in ein erstes Gas- und Dampfturbinen (GuD) Kraftwerk nach dem patentierten Hutter-Verfahren der doppelten Kraft-Wärme-Kopplung.

Der Kraftwerkspark erlaubt eine eigenständige Elektrizitätsversorgung und trägt neben einem geringen Emissionsausstoß landesweit zur CO²-Minderung bei.

Durch die 2007 vorgenommene Erweiterung des Kraftwerkes ermöglichen Erdgas, als primärer Energieträger, und erzeugtes Biogas, aus unserer Prozesswasserbehandlungsanlage, einen Nutzungsgrad 92 %. Somit gehört das Kraftwerk zu einem der modernsten seiner Art.

Hutter Kraftwerk Turbinenhalle
Hutter Kraftwerk Turbinenhalle

Die Papier- und Kartonfabrik erzeugt deutlich mehr Strom als benötigt wird und speist 5-15 MW in das öffentliche Netz ein, genug um eine mittlere Kleinstadt wie Varel zu versorgen.

  • Kraft-Wärme-Kopplung
    Das patentierte Verfahren der doppelten Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht die effizienteste Ausnutzung des Primärenergieträgers Erdgas. 


    Die Heizkraftwerke Varel 1 (1989) und Varel 2 (2002) wurden im Jahr 2007 durch ein weiteres leistungsfähiges Heizkraftwerk komplettiert. Das Heizkraftwerk Varel 3 besitzt einen 90t-Baumgarte-Hochdruck-Strahlungskessel mit vorgeschalteten Taurus 65-Gasturbinen der 6,3-Megawatt-Klasse.

    Die Anlage bewältigt einen unterbrechungsfreien Betrieb von 8.600 Stunden pro Jahr mit einem Brennstoffwirkungsgrad von 92 %. 

    Querschnitt der Energiegewinnung aus Erdgas im Hutter-Verfahren
    Querschnitt der Energiegewinnung aus Erdgas im Hutter-Verfahren

  • Biogas
    Die in der anaeroben Wasserbehandlung anfallende Biogasmasse wird in unserer Biogasanlage zur Stromerzeugung genutzt. Jedes Jahr werden rund 9,0 Mio. m³ Biogas erzeugt. Dies entspricht ca. 58.000 MWh.
    Biogasanlage
    Biogasanlage

  • Solarenergie
    Auf einem Teil unserer Lagerhallen betreiben wir seit 2010 eine Photovoltaikanlage. Die Anlage hat eine installierte Leistung von ca. 1 MWp und nutzt dafür ca. 18.000 m² Fläche. Der mit Sonnenenergie produzierte Strom reicht theoretisch aus, um die jeden Tag rund um die Uhr eingesetzten über 30 Elektrostapler mit Energie zu versorgen.


    Verglichen mit dem durchschnittlichen CO² – Ausstoß konventioneller Stromerzeugung in Deutschland werden jährlich ca. 750.000 kg CO² eingespart. Dies entspricht ca. 6.250.000 Autobahnkilometern eines PKW mit einem CO² – Ausstoß von 120 g/km.

    Solardach auf Halle 5
    Solardach auf Halle 5


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